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Hornmanufaktur gegründet 1862
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Werkstatt - Material und Verarbeitung

Seit jeher wurde Horn zu verschiedenen Gebrauchsgegenständen verarbeitet. Nur hochwertiges Horn von kräftigen, gesunden Rindern, aber auch Büffelhorn wird in unserer Manufaktur verarbeitet. Es fällt als "Nebenprodukt" bei der Rinderzucht an.
Europäische Rinderrassen haben zu kleine und "schwache" Hörner, sodass wir unsere Hörner aus Südafrika, Brasilien oder Indien beziehen.
Wir importieren unser Material nicht in bereits gefertigten Hornplatten, sondern ganze Hörner. Mit großer Sorgfalt und langjähriger Erfahrung schneiden wir die Hörner auf und pressen sie zu Platten. Nur so haben wir die Möglichkeit, das Material zu optimieren und für jedes Produkt bestmöglich auszuwählen, wenngleich wir einen hohen Anteil an Abfall in Kauf nehmen müssen.
Diese vorgefertigten Platten gehen dann weiter zum Ausschneiden, zum Zuschleifen auf die gewünschte Stärke und, wenn notwendig, zum Formen durch Erhitzen. Durch anschließendes Schleifen und Polieren erstrahlt nun die für Horn typische Maserung und Farbenvielfalt in all ihrem Glanz.
Viel Erfahrung und "Know-how" erlaubt es uns, eine Vielfalt von Gegenständen für den täglichen Gebrauch sowie wunderschöne Schmuckstücke und nicht zuletzt hochwertige Hornkämme herzustellen.

Tradition

Meisterbrief Horn - ein faszinierendes Naturmaterial - findet schon als Trinkgefäß und Blasinstrument der alten Völker Verwendung. Selbst Götter und Heroen wurden mit Hörnern als Symbol für Macht und Kraft dargestellt: Ammon, Dionysos, Isis, sogar Alexander der Große und seine Nachfolger trugen Hörner als Ehrenzeichen.
Der wohl bekannteste Gegenstand aus Horn ist der traditionelle Hornkamm, der damals wie heute, aufgrund seiner guten Kämmeigenschaften und glatten Oberfläche geschätzt wird. Im Gegensatz zum Kunststoffkamm wirkt der Hornkamm antistatisch und sorgt auch für eine wohltuende Massage der Kopfhaut.
Vor Jahrhunderten war die Zunft des Hornkammmachers weit verbreitet. Einer von ihnen war Tobias Petz, der 1833 seine Lehre als Hornkammmacher in Ödenburg begann und 1842 seinen Gesellenbrief erhielt.
Das Gründungsjahr der Hornmanufaktur Petz ist mit 1862 dokumentiert. Erfahrung, Wissen und Handwerkskunst wurden von Generation zu Generation weitergegeben. Nach dem Ersten Weltkrieg gab es in Österreich noch etwa 200 Kammmacher. Die ständig zunehmende Industrialisierung machte es den kleinen Handwerksbetrieben immer schwerer, mitzuhalten. So gab es nach dem Zweiten Weltkrieg nur mehr etwa 80 Kammmacher in Österreich.
1951 erhielt Friedrich Petz, der Vierte der Familientradition, als letzter Hornkammmacher seinen Meisterbrief. In den darauffolgenden Jahren wurde die Zunft des Hornkammmachers aufgelöst und zu einem freien Gewerbe erklärt.
Schien es zunächst so als würde dieses alte Handwerk mit dem letzten Hornkammmachermeister aussterben, so hat sich doch sein Enkel Thomas Petz entschlossen, die Manufaktur mit großer Begeisterung weiterzuführen.
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